Bei der Planung der Konfiguration Ihres Hochverfügbarkeitsnetzes (HA) müssen Sie entscheiden, ob Sie den UMS Server und den UMS Load Balancer auf demselben Host oder auf getrennten Hosts installieren wollen. Zugleich stellt sich die Frage, wie viele UMS Server und UMS Load Balancer benötigt werden. Der folgende Artikel beschreibt die gängigsten Anwendungsfälle und gibt nur allgemeine Sizing-Empfehlungen. Ihre individuelle Konfiguration kann davon abweichen.
Bei der Entscheidung, wie viele UMS Server und UMS Load Balancer Sie benötigen, reicht es nicht aus, einfach nur Ihre Endgeräte zu zählen. Am wichtigsten ist es, die gesamte Netzwerkumgebung sowie die anderen Umstände an Ihrem Arbeitsplatz zu analysieren. Siehe Installations- und Größenrichtlinien für IGEL UMS sowie IGEL UMS Sizing Guidelines & Architecture Diagrams und wenden Sie sich an Ihren IGEL-Händler, um sich beraten zu lassen.
UMS Server & UMS Load Balancer Are Installed on the Same Host Machine
Das häufigste Szenario bei der Bereitstellung von UMS High Availability ist die Installation des UMS Servers und des UMS Load Balancers auf demselben Host-Rechner. Sowohl der UMS Server als auch der UMS Load Balancer bieten Redundanz und werden auf zwei Servern installiert. Die Datenbank ist idealerweise als Cluster ausgelegt.
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Typische Anwendungsfälle |
#UMS Server + UMS Load Balancer |
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Die Installation auf demselben Host-Rechner ist geeignet, wenn
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2 UMS Servers
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In dieser Konfiguration kann jeder der beiden Server die Aufgaben auch als UMS Server alleine erfüllen. Wenn beide Server gleichzeitig aktiv sind, hat dies eine lastverteilende Wirkung. Zu beachten ist jedoch, dass der Load Balancer neben dem eigentlichen UMS Server zusätzliche Last erzeugt.
UMS Server & UMS Load Balancer are Installed on Separate Host Machines
Wenn eine sehr große Anzahl von Geräten verwaltet werden muss und/oder die Server-Ressourcen nicht zwischen dem Load Balancer und dem UMS Server geteilt werden sollen, sollte die Installation auf separaten Hosts erwogen werden.
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Typische Anwendungsfälle |
#UMS Server Standalone
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Die Installation des Load Balancers auf einem separaten Host-Rechner ist
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Kleinste typische Konfiguration: 2-3 UMS Servers
Allgemeine Empfehlungen zur Größenbestimmung:
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In der kleinsten typischen Konfiguration werden die Anfragen der Geräte von beiden Loadbalancern an die UMS Server weitergeleitet. Fällt einer der Load Balancer aus, bleibt der andere verfügbar und übernimmt die Kommunikation allein. Eine große Anzahl von UMS-Servern könnte einen einzelnen Loadbalancer überlasten, der dann selbst zum Engpass wird. Deshalb sind in dieser Konfiguration nicht mehr als drei UMS Server vorgesehen. Bei sehr großen Installationen mit mehr als drei UMS-Servern sollte die Anzahl der Load Balancer entsprechend erhöht werden.
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Hochverfügbarkeit mit IGEL UMS Load Balancern: Alle UMS Server und UMS Load Balancer müssen sich auf demselben VLAN befinden.
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Für Hochverfügbarkeit (UMS HA) mit IGEL UMS Load Balancern muss Netzwerkverkehr über UDP-Broadcast-Port 6155 und TCP-Verkehr und UDP-Broadcast-Verkehr über Port 61616 zugelassen werden. Weitere Informationen zur Portkonfiguration finden Sie unter IGEL UMS Communication Ports.
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In der Netzwerkkonfiguration auf Windows-Servern muss die Option TCP/IPv6 für UMS 12 aktiviert sein.
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IGEL UMS HA-Installation mit IGEL UMS Load Balancern wird in Cloud-Umgebungen wie Azure / AWS nicht unterstützt, da diese keinen Broadcast-Verkehr innerhalb ihrer Netzwerke zulassen. Die HA-Installation ohne IGEL UMS Load Balancer (wie auch die Distributed UMS) wird jedoch in Cloud-Umgebungen ab der UMS Version 6 unterstützt.10.